Cochemer Stadtsoldaten


Über die Cochemer Stadtsoldaten

Wir sind eine Gruppe junger Männer der Cochemer Karnevalsgesellschaft (CKG), deswegen liest, bzw. hört man hin und wieder auch mal den Begriff CKG Soldaten.

Auf der Bühne präsentieren wir uns jedes Jahr als eine stramme Herrengarde mit neuen Gardetänzen und Showeinlagen oder auch schon mal in schicken Kostümen mit einem Vortrag der besonderen Art.

Die Cochemer Stadtsoldaten haben sich seit der Neugründung 1990 durch Silke Eckerskorn und Michael Brand ganz der Geselligkeit und der Heiterkeit verschrieben. Ob auf, hinter oder auch vor der Bühne.

Hinter der Bühne stehen unsere Hände auch schon seit Jahren zur Verfügung wenn es darum geht, kräftig mit anzupacken.
Bei den Auf-, Um- und Abbauarbeiten der Karnevalsgesellschaft sind wir immer mit dabei. Und wenn es vor der Bühne um den gemütlichen Teil geht, sind wir auch gerne mit von der Partie; sozusagen an vorderster Front.

Geselligkeit wird in unserem Heimatstädtchen Cochem ganz groß geschrieben. So sind wir auch außerhalb der Karnevalszeit immer bemüht, durch unser Engagement die Geselligkeit zu fördern und auch Traditionen zu erhalten.

An Tagen wie dem Bauerndienstag, Knippmontag oder auch dem Weinfestmontag sind wir immer wieder anzutreffen. Auch wenn wir dann mal keine Uniform tragen, wird man uns schon von weitem hören. Also, wenn Ihr uns trefft, stoßt ruhig mal mit uns an! Wir werden bestimmt eine gesellige Zeit miteinander haben.

Die Geschichte der Cochemer Stadtsoldaten

Erstmals wurden die friderizianischen Uniformen in den Stadtfarben rot-weiß in den 30er Jahren (1938) getragen. Damals dienten sie als Kostümierung der Stadtkapelle Klüter.

In den 70er und 80er Jahren bestanden die Cochemer Stadtsoldaten dann aus einer Gruppe junger Männer, die von den befreundeten Vereinen wie der Cochemer Bürgerwehr, den Jugendgruppen des THW oder auch der Cochemer Feuerwehr für die närrische Karnevalszeit an die Cochemer Karnevalsgesellschaft (CKG) als freundliche Leihgabe ausgeliehen wurden.

Die Aufgaben dieser Truppen beschränkten sich damals auf das Helfen beim Auf- und Abbau der Requisiten bzw. als Statisten in ihrer Ecke zu sitzen und den Altersdurchschnitt auf der Bühne nach unten zu drücken.

Dieses sollte sich jedoch schon bald ändern.

Nachdem die CKG 2 Jahre ganz ohne Stadtsoldaten auskommen musste, formierte sich im Jahre 1990 unter Initiative von Silke Eckerskorn eine neue Gruppe von Stadtsoldaten. Silke organisierte unter Mithilfe von Michael Brändy Brand eine Truppe von jungen Männern, die es sich zur Aufgabe gemacht hatten nicht nur als Dekoration in der Ecke zu sitzen, sondern aktiv in das Cochemer Karnevalsleben einzugreifen.

Auf dem CKG-Burgfest im selben Jahr konnten dann die Cochemer Stadtsoldaten ihr Vorhaben erstmals mit einem zackigen Gardetanz präsentieren.

Bis zum ersten Bühnenauftritt bei den Prunksitzungen mussten sie jedoch wegen des Golfkrieges bis 1992 warten. Da diese Auftritte ein „Wahnsinnserfolg“ wurden, waren die Stadtsoldaten seit der Zeit auf diversen Auftritten im Inland und Umland von Cochem zu sehen.

So standen die Staso bspw. bei den Sitzungen in Cond, Sehl und in Ebernach jedes Jahr auf der Bühne. Sehr gerne fuhr die Truppe auch zu den befreundeten „Coochemern“ in Eschollbrücken zum Manöver.

Aber auch außerhalb der Karnevalszeit – beispielsweise beim Burgfest und dem Festumzug des Heimat- und Weinfestes – waren die Cochemer Stadtsoldaten aktiv.

Ein besonderer Höhepunkt war das Jahr 2000, als die Stadtsoldaten im Prinzengefolge von Prinz Dieter I. die Session bestreiten durften.

Die Weitläufigkeit ihrer Auftritte zogen sich dann sogar bis nach Frankreich, wo sie beim Karneval in Yutz/Metz im Jahre 2003 auftraten.

Eine Änderung in der Führung ergab sich im Jahre 2002, als sich die Gründerin Silke Eckerskorn mehr und mehr zu einer anderen „Armee“ hingezogen fühlte. Sie folgte ihrem Mann Franz, Hauptmann bei der Bundeswehr, auf eine ferne Insel in Italien. An ihre Stelle trat Sonja Ohlberger, die von nun an die tänzerische Leitung übernahm.

Einen Wechsel gab es nicht nur bei der Führung, sondern auch bei der tanzenden Mannschaft. Von der Gründungsformation sind noch drei Aktive dabei, doch sie sind nicht allein geblieben, denn seit 1990 gab es ständig ein kommen und gehen und die Zahl der aktiven Tänzer ging nie unter 11. So gehören zur Zeit 18 junge Männer zur aktiven Mannschaft.

So vollzogen die Cochemer Stadtsoldaten stetig ihre „Kämpfe“ auf der Bühne bzw. die „Schlacht am Tresen“.

Sofern sich an der „Wehrbereitschaft“ der jungen Cochemer Männer nichts ändert, wird diese kleine „Tradition“ auch in Zukunft dem Cochemer Karneval erhalten bleiben.

Philosophie der Stasos

Die Cochemer Stadtsoldaten sind eine Gruppe junger Männer, die Spaß & Freude am Vereinsleben der CKG haben und dabei nicht nur die Narrenzeit mit Ihren Auftritten unterhalten.

Die Pflege des Brauchtum der Stadt Cochem wird weitergetragen und findet sich in ihrem Handeln & ihren Aktivitäten wieder.

Michael Brand - Oberst